Auf dem L1 nach Brescia: Noch ein Gipfel – Der Gamskogel (Alpen 9)

Gamskogel Gipfelkreuz

Auf dem L1 nach Brescia: Der Gamskogel (Alpen 9)

Letzter Eintrag: Winnebachseehütte – Amberger Hütte (Alpen 8)

Planänderung am Morgen

Die ursprüngliche Route hätte uns am heutigen Tag von der Amberger Hütte über das Atterkarjöchl nach Zwieselstein bei Sölden geführt. Auf diesem Weg stünde eine Gletscherquerung an, welche wir eigentlich auch meistern wollten. Doch eine Wandergruppe erzählte uns am Vorabend in der Hütte dass diese ohne Steigeisen, Grödel und Gamaschen nicht zu empfehlen sein. Da wir mit keinem der drei Utensilien ausgestattet waren und keine Lust auf Nervenkitzel hatten mussten wir also neu planen. Wir entschieden und für eine mit Sicherheit genauso reizvolle Route auf welcher wir sogar einen Gipfel ersteigen konnten.

Die Nisselalm

Da wir uns am Vortag in Gries mit Lebensmitteln eingedeckt hatten, ließen wir (wieder einmal) das Hüttenfrühstück links liegen und machten uns auf den Weg. Zuerst mussten wir zurück in Richtung Gries laufen. Es ging erneut an der Sulztalalm vorbei und nach einiger Zeit, etwa auf halben Weg, kreuzten wir den Sulzbach um in Richtung Nisselalm aufzusteigen. Der Schotterweg führte stetig bergauf und schon nach kurzer Zeit hatten wir einen schönen Blick auf die kleine Ortschaft Gries. Nach einer Stunde Gehzeit erreichten wir die Nisselalm und wurden von einem Unikat begrüßt. Die Wirtin ist Ende 70 und betreibt mit ihrer leicht sonderbaren Art die Alm. Wir bestellten einen Kaffee und genossen die Morgensonne vor der kleinen Alm.

Der Gamskogel

Nach unserer 30-minütigen Pause machten wir uns auf den Weg in Richtung Gipfel. Zuerst ging es moderat nach oben und wir genossen die Ruhe sowie die Landschaft. Nach einiger Zeit wurde der Weg steiler und letztendlich gelangten wir mit kleinen Kletterpassagen und über einige Seilsicherungen auf den Gipfel des Gamskogels auf 2813 m. Dieser bot uns einen traumhaften Blick über das Ötztal. Wir trugen uns ins Gipfelbuch ein und verweilten noch einige Minuten um den Ausblick zu genießen.

Abstieg nach Längenfeld

Es zogen einige dichtere Wolken auf und wir begannen mit dem Abstieg. Nach kurzer Kletterei ging der Weg sehr steil hinab in Richtung Burgstein. Allmählich wurde der Pfad flacher und wir liefen eher gemütlich in Richtung unseres Ziels. In Burgstein passierten wir aufgrund der immer dichter werdenden Wolken „Siggis Jausenstation“, eine wirklich einladend aussehende Kneipe. Zwischen Burgstein und Längenfeld gibt es zwei Wege. Einer führt über eine Hängebrücke und ist etwas weiter, der andere ist dafür etwas schneller. Wir entschieden uns für die Variante ohne Hängebrücke da bereits die ersten Tropfen vom Himmel fielen.

Zwieselstein

Schließlich standen wir am frühen Nachmittag in Längenfeld und der drohende Regen war eher ein leichter und kurzer Nieselregen geworden. Wir liefen in den Supermarkt und kauften uns zwei Radler ehe wir in den Bus nach Sölden-Zwieselstein stiegen. Dort liegt die DAV Hütte direkt an der viel befahrenen Straße genau gegenüber dem Gasthof „Neue Post“. Wir verstauten unsere Rucksäcke und genossen eine warme Dusche. Anschließend gingen wir zum frühen Abendessen in den Gasthof auf der anderen Straßenseite. Das Essen war in Ordnung aber dennoch wollten wir unseren letzten Abend noch etwas feiern. Also gingen wir einige 100 Meter weiter zum Brückenwirt, wo wir bei einigen Bieren unseren ersten Abschnitt der Alpenüberquerung feierten. Morgen geht es mit Bus und Zug zurück nach Würzburg bevor es im nächsten Jahr an selber Stelle wieder weiter geht in Richtung Bercia.

Print Friendly, PDF & Email
Kategorie BLOG, REISEN

Nach einem langen Trip durch Asien begann ich in 2014 diesen Blog zu schreiben. Ich liebe das asiatische Essen und reise immer noch regelmäßig durch Asien. Auf diesem Blog teile ich meine Erfahrungen, Bilder und meine eigenen Rezepte mit Euch.

Kommentar verfassen