Chào! Vietnam: 10 Insider Tipps für deine erste Reise nach Vietnam

In den Straßen von Hanoi

Chào! Vietnam: 10 Insider Tipps für deine erste Reise nach Vietnam

Vietnam ist ein wunderschönes Land mit vielen Kontrasten – besonders zwischen Nord und Süd. Als wir zum ersten Mal nach Vietnam kamen hatten wir bereits einige Länder in Südostasien bereist und dennoch ist in Vietnam alles ein wenig anders. Wir geben Euch 10 Insider Tipps für Eure erste Reise in dieses traumhafte Land mit denen Ihr sicherlich eine wunderbare Zeit haben werdet.

1. Visum rechtzeitig beantragen

The len Ländern in Südostasien reist man mittlerweile via „Visa on Arrival“ ein. Sogar in Myanmar ist dies seit 2015 möglich. In Vietnam ist dies seit 2017 eingeschränkt möglich dennoch muss in diesem noch immer sehr kommunistischen Land einiges vorab organisiert werden. Das wichtigste ist wohl das Visum. Dieses wird benötigt wenn man länger als 15 Tage im Land bleiben will. Man will schließlich keine böse Überraschung bei der Einreise erleben. Solltet ihr von Deutschland aus direkt nach Vietnam reisen so ist es empfehlenswert das Visum direkt über die vietnamesische Botschaft zu beantragen. Die Abwicklung ist unseres Wissen nach unkompliziert und schnell.

2. Wo starte ich meine Reise?

Aufgrund seiner geographischen Lage sollte man sich vorher überlegen wo man die Reise startet. Von Nord nach Süd sind es schließlich zirka 1650 km. Die Geographie Vietnams wird auch als „Bambusstange mit zwei Reisschalen“ beschrieben: Im Norden und Süden liegen zwei fruchtbare reisliefernde Flussdeltas, dazwischen als Verbindung ein schmales, eher karges, von Wald und Gebirge geprägtes Gebiet. Wir empfehlen bei der ersten Vietnamreise den Flug ins ehemalige Saigon: Ho-Chi-Minh-Stadt. Die Stadt ist eher westlich geprägt und der Einstieg fällt vielen leichter als im Norden des Lands.

3. Reiseplanung

Wir sind keine großen Freunde eines Durchgeplanten Trips und in der Regel lassen wir uns treiben, schauen was passiert und legen im Prinzip nur den Start- und Endpunkt der Reise fest. Und so empfehlen wir es auch in Vietnam. Natürlich sollte man sich vorab überlegen was man auf alle Fälle anschauen möchte aber die Liste sollte nicht zu festgelegt sein. Manchmal sind es nämlich die kleinen Zufälle die einem die schönsten Momente bescheren. Hostels und günstige Unterkünfte bucht ihr entweder direkt vor Ort oder einen Tag vorher über das Internet. Hier geilt: Sprecht mit anderen Backpackern und verlasst Euch auch deren Tipps und Empfehlungen.

4. Das liebe Geld

Was vielen am Anfang schwer fallen wird ist der Umgang mit Geld. In Vietnam zahlt man mit dem Đồng (VND). Und der Umrechnungskurs zu Euro oder Dollar ist riesig. Entweder ist Kopfrechnen angesagt oder ihr nutzt eine der praktischen Währungsrechner Apps auf dem Smartphone. Fakt ist das man im Land ein Nord-Süd Gefälle, auch bei den Preisen spürt. Im Norden ist es um einiges günstiger als im Süden. Lediglich am Touristenmagnet, an der Halong-Bucht, zahlt man immer etwas mehr.

5. Rucksack oder Koffer?

Wenn ihr euch überhaupt diese Frage gestellt habt und noch irgendwelche Zweifel haben solltet dann können wir euch die letzte Unsicherheit nehmen: Ganz klar der Rucksack. Vietnam ist perfekt für Backpacker geeignet. Nehmt nicht zu viel aber auch nicht zu wenig mit. Ihr bleibt flexibel und könnt den Rucksack, im Gegensatz zu einem Koffer, auch auf ein Motorrad packen. Und da wären wir auch schon beim nächsten Punkt.

6. Auf dem Bike von Süd nach Nord

Das Land, und da wären wir wieder bei der geographischen Lage, eignet sich perfekt für einen Road Trip. Wir empfehlen Euch in Hanoi oder Ho-Chi-Minh-Stadt ein Bike zu kaufen und das Land auf zwei Rädern zu bereisen. Der Ho-Chi-Minh Pfad ist ein alter Handelsweg welcher nun eine Straße ist und eignet sich perfekt für die Durchquerung des Landes. Am Endpunkt der Reise verkauft ihr das Bike einfach weiter. Eine gängige Praxis die jedoch Zwei Sachen voraussetzt: Einen Führerschein und Verhandlungsgeschick. In diesem Beitrag haben wir Euch ein paar extra Tipps zum Road Trip durch Vietnam gegeben.

Chris auf seinem gekauften Motorrad in Vietnam

7. Authentisches Essen

Die vietnamesische Küche ist unübertroffen und vor allem sehr facettenreich. Das liegt an der besonderen Mischung der asiatischen und europäischen Küche. Die Franzosen haben die vietnamesische Küche während der Besatzungszeit maßgeblich geprägt und so findet sich manches angepasstes französisches Gericht auf den Speisekarten. Ein Gericht möchten wir auf alle Fälle hervorheben: Die Pho Bo. Dieses Suppe ist so authentisch und lecker und man findet sie überall im Land. Der Norden behauptet dort gäbe es die beste Pho und der Süden behauptet das gleiche. Wir haben überall lecker Pho gegessen. Hier findet Ihr einen Geheimtipp aus Hanoi! Ganz wichtig ist folgende Grundregel: Meidet schicke Restaurants wenn Ihr authentisches Essen sucht. Das beste essen werdet ihr in Vietnam immer in den Straßenküchen finden. Haltet die Augen offen: Wo viele Einheimische Essen kann es nichts schlechtes geben!

8. Fortbewegung in Vietnam

Wenn Ihr euch nicht auf ein Motorrad traut dann fällt die erste Wahl der Fortbewegungsmittel bei den meisten auf den Bus. Und die Busse in Vietnam sind auch sehr komfortabel. Man ist schnell unterwegs und durch die angebotenen Nachbusse spart man in der Regel eine Nacht im Hostel und Zeit. Dennoch möchten wir Euch das Reisen mit dem Zug nahelegen. Wir wissen das man mit dem Zug nicht so schnell ist wie mit dem Bus aber genau das macht den Charme aus. Die Züge fahren entlang der Küstenlinie. Man wird traumhafte Ausblicke genießen können und man kommt mit den Einheimischen in Kontakt. Wer genug Zeit hat dem Empfehlen wir ganz klar diese Art der Fortbewegung. Auf der super gemachten Seite von Mark Smith (The Man in Seat 61…) findet ihr neben wichtigen Infos rund um das Reisen mit dem Zug alle Zugverbindungen in Vietnam.

9. Auf keinen Fall…

Die Vietnamesen sind, trotz vieler Vorurteile, ein sehr freundliches und hilfsbereites Volk. Und wie in Asien überall üblich wird man die Menschen so gut wie nie schimpfen oder schreien hören. gegenseitiger Respekt ist im Buddhismus eines der obersten Gebote und Beleidigungen sind tabu. Es gilt immer das Gesicht zu wahren. Verhaltet euch daher immer ruhig und schreit auf keinen Fall herum, egal wie sehr ihr euch ärgert. Wichtig sind auch die Körperteile. Die Füße gelten in Vietnam als unrein und es ist nicht gerne gesehen, wenn man mit dem Fuss auf andere Leute zeigt. Ähnlich verhält es sich mit der linken Hand, welche nicht zum Übereichen von Bargeld oder sonstigen Gegenständen genutzt werden sollte.

10. Handeln und Bezahlen

In Vietnam ist der Preis fast immer verhandelbar. In der Regel sollte man den vorgeschlagenen Preis zumindest zu halbieren, oft ist der Verkäufer sogar mit einem Drittel des Preises zufrieden. Achtet jedoch darauf, den Verhandlungspreis etwas unter dem anvisierten Zielpreis anzusetzen. Man sollte die Preise aber auch nicht künstlich drücken und um jeden Preis versuchen etwas unter Wert zu bekommen. Auch hier geht es wieder um das oben beschriebene „Gesicht wahren“. Das Geld übergibt man in der Regel mit der rechten Hand oder auch mit beiden Händen. Eine leichte Verbeugung ist dabei ebenfalls ein Zeichen des Respekts.

Sollten euch wichtige Informationen in unserer Aufzählung fehlen dann freuen wir uns natürlich über euer Feedback! Schreibt uns einfach eine kurze (oder lange) Nachricht.

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Kategorie BLOG, REISEN, TIPPS

Nach einem langen Trip durch Asien begann ich in 2014 diesen Blog zu schreiben. Ich liebe das asiatische Essen und reise immer noch regelmäßig durch Asien. Auf diesem Blog teile ich meine Erfahrungen, Bilder und meine eigenen Rezepte mit Euch.

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