Poon Hill oder Achtung Touristenmassen! (Nepal 18)

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Wenn du in Gorapani bist wirst du sicherlich das gleiche tun was alle anderen hier auch machen. Du stehst um 5 Uhr morgens auf und zwingst deinen müden Körper zu einer Morgenwanderung zur Spitze des Poon Hill. Es wird eine Stunde dauern bis du oben bis. Wenn du dich dann auf Ruhe freust in der du die Umgebung und die Natur genießen kannst dann hast du dich geschnitten. Wenn du Ruhe suchst bist du also falsch hier. Wir waren trotzdem oben.

Auf dem Poon Hill findet man eine neu gebaute, hölzerne Plattform ähnlich einem Ausssichtsturm. Wie bitte? Ganz ehrlich: Man hat auch ohne diesen Turm eine fantastische Aussicht auf die Berge. Zugegebenermaßen ist diese Aussicht gerade beim Sonnenaufgang wirklich sehr schön die Sonne stahlt genau die Spitze des Annapurna I im Westen an. Doch fällt es einem schwer diesen Moment zu genießen. Leute um uns herum freuten sich lautstark und klatschten als die Sonne aufging. Was zum Teufel…? Habt ihr noch nie einen Sonnenaufgang gesehen?

Genervt von der Masse an Touristen liefen wir zurück nach Gorapani, schnappten unsere Backpacks und liefen in Richtung Nayapul. Ab diesem Zeitpunkt kam es uns vor als würden wir den Berg hinunter rennen. Wir ließen 3300 Stufen zwischen Uleri und Thikenhunge hinter uns. Der letzte Anstrengende Teil unserer Tour bei dem sich meine Knie noch einmal bedankten. Viele Leute kamen uns in diesem Abschnitt entgegen und ich war froh das ich hier nach unten laufen durfte wenn ich in die angestrengten Gesichter der Wanderer schaute.

Am Ende des Wegs standen wir an einer neu gebauten Straße für Jeeps. Diese Straße ging vorbei an einigen kleinen Dörfern. Die Einwohner dort waren die Leittragenden der Straße. Kleine Geschäfte und Gasthäuser waren geschlossen da die faulen Touristen natürlich so nahe wie möglich an den Poon Hill herangebracht werden möchten.

Wir entschieden uns also in einer kleinen Ortschaft zu übernachten. Wir machten Halt an zwei Häusern wovon eines ein eher heruntergekommenes Gasthaus war. So wie es aussah waren schon länger keine Wanderer eingekehrt. Eine Oma Mitte der 70 öffnete uns die Türe und lächelte uns an. Ab diesem Moment wussten wir das hier der richtige Ort für die letzte Übernachtung auf unserer Wanderung sein würde.

Es war noch früh am Nachmittag und neben dem Gasthaus floss ein Gebirgsfluss. Wir kauften uns ein abgelaufenes Bier und gingen im frischen Wasser schwimmen. Auf einem großen Felsen am Fluss tranken wir unser Bier als Belohnung für eine fantastische Bergtour.

Am Abend zauberte die alte Dame ein leckeres Dal Bhat und es galt einmal mehr die international gültige Regel: „Bei Oma schmeckt´s am Besten!“.

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Kategorie BLOG, REISEN

Nach einem langen Trip durch Asien begann ich in 2014 diesen Blog zu schreiben. Ich liebe das asiatische Essen und reise immer noch regelmäßig durch Asien. Auf diesem Blog teile ich meine Erfahrungen, Bilder und meine eigenen Rezepte mit Euch.

2 Kommentare

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