Von Rangun zum Golden Rock (SOA 45)

Letzter Eintrag: Der letzte Tag in Bagan (SOA 44)

Es ist eine echt nervige Angelegenheit am morgen um kurz nach 3 Uhr aus dem Bus geworfen zu werden. Doch das war diesmal nicht alles. Wir wollten weiter nach Kinpun um von dort aus auf den Goldenen Felsen zu gelangen. Doch der Busbahnhof in Yangon hat die gefühlte Größe einer Kleinstadt. Es gibt keine verständlichen Schilder, aber was schlimmer ist es ist unglaublich schwer jemanden zu finden der ein paar Brocken englisch spricht. Zuerst mussten wir wieder eine Schar Taxifahrer abwimmeln. Nach zig Versuchen bei einigen Bus Agenturen und einem weiten Fußmarsch über den Busbahnhof fanden wir schließlich die richtige Agentur.
Der Bus ging um 5:30 Uhr und wir hatten die Plätze 1+2 was sich umgehend als riesen Fehler herausstellte. Die Tür des Busses war im Eimer und es zog wie Hechtsuppe. Als wir uns im halb vollen Bus nach hinten setzen wollten wurden wir wieder auf unsere Plätze zurück verwiesen. Also saß ich mit Longhi, Hoodie und Jacke eingemummt mit 1 Stunde Schlaf der vergangen Nacht und die Laune sank auf den Nullpunkt.

Nach 3 Stunden frieren und einem ohnehin schon leichten Schnupfen erreichten wir schließlich Kinpun. Die morgendliche Sonne im Gesicht war eine Wohltat. Nach 5 Minuten hatten wir für 7 Dollar im Pann Myo Thu Inn eingecheckt und weitere 10 Minuten später saßen wir bei einer Suppe an einem Straßenstand. Nach dieser fielen wir zuerst nochmal für 3 Stunden in unsere Betten.

Nach dem wohltuenden Schlaf liefen wir zur Busstation um uns mit einem der vielen Lastwagen, auf dessen Ladefläche man zusammengepfercht wie Vieh sitzt, auf den Berg fahren zu lassen. Für den geplanten Fußmarsch waren wir einfach zu übernächtigt. Der vergoldete Felsen trotzt seit Jahrhunderten der Schwerkraft und hat schon 2 größere Erdbeben überstanden. Auf dem völlig mit Blattgold überzogenen Felsen wurde zudem eine ebenfalls goldene Stupa gebaut. Vor allem am Wochenende ist der Platz auf der Spitze des Berges randvoll gefüllt mit burmesischen Pilgern. Wir hatten Glück. Es war sehr überschaubar. Dennoch ist es mal wieder ärgerlich wenn man als Tourist auf dem Gipfel 6000 Kyat an die Regierung abdrücken darf um den Felsen zu besichtigen.

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