Radtour um den Inle See (SOA 41)

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Nach 2 Nächten Schlaf auf dem Holzboden auf einer Matratze zu schlafen ist ein Traum. Dieses bevorzugt von Backpackern gebuchte Hotel fühlte sich somit wie ein Sternehotel an. Das karge Frühstück war immerhin Magenfüllend. Nach jenem ging es zusammen mit Sen, Olga und Lucasz zum Fahrradverleih, wo wir uns für 1500 Kyat einen Tretesel für den ganzen Tag buchten.

Mit dem fahrbaren Untersatz ging es bei strahlendem Sonnenschein am See entlang. Die schlechte Straße war immer wieder von Baustellen unterbrochen und der trockene Sand an den Rändern der Straße wirbelten kontinuierlich Staub auf so dass wir innerhalb kürzester Zeit eine dünne Staubschicht auf unseren Körpern hatten.

Es ging vorbei an keinen Stupas und vielen Zuckerrohrfeldern bis wir schließlich am Wegrand einen kleinen Familienbetrieb entdeckten der auf traditionelle Weise Zuckersirup herstellt. Die Leute luden uns ein alles zu besichtigen und den frischen Sirup zu kosten. Wie bis jetzt immer in Myanmar waren die Menschen hier so freundlich und herzlich zu uns. Das kann man sich als Deutscher so schwer vorstellen wenn man unfreundliche Kassierer im Supermarkt oder griesgrämige Berliner Taxifahrer gewohnt ist.

Nach der Zuckerrohrfabrik ging es weiter entlang der staubigen Straßen bis zur Red Mountain Winzerei kamen. Das von Franzosen geführte Weingut liegt idyllisch am Hang eines der Berge die sich um den Inle See herum auftürmen. Eine Weinprobe mit 4 Weinen gab uns die Energie für den weiteren Rodeltrip.

Nach einem anstrengenden Ritt auf dem klapprigen Gefährt kamen wir verschwitzt an der Forest Monastery an. Einem Kloster mit einer Pagode auf dem Berg östlich des Inle Sees. Die Belohnung für unseren schweißtreibenden Aufstieg war ganz klar die Aussicht auf den in der Nachmittagssonne glänzenden See unter uns.

Auf dem Rückweg platzte der Reifen von Lucasz und nach 1 Minute Trampen war es mitsamt Bike auf einem kleinen Traktor verfrachtet. Wir fuhren in der Abendsonne zurück genossen ein wirklich leckeres Essen zusammen und verabschiedeten Olga uns Lucas. Ich denke (und hoffe) wir treffen die beiden wieder in Bagan.

Morgen ist ein Tag Auszeit angesagt. Schlafen, Frühstück, Bus nach Bagan buchen, Essen und evtl. ne Massage. Mal schauen. Auf alle Fälle Stressfrei!

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2 Kommentare

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