Rangun und die Shwedagon Pagode (SOA 32)

Letzter Eintrag: So war der erste Tag in Rangun (SOA 31)

Der Tag begann damit dass wir zuerst einmal kein Wasser hatten. Frischmachen mit Wasser aus der Flasche war angesagt. Der Blick aus der offen stehenden Fluchttüre neben Duschen und Toiletten ließ uns bereits am Morgen direkt in das Gesicht des nicht touristischen Yangon blicken.

Der Hinterhof von unserem Hotel

Doch ein wirklich hervorragendes Frühstück entschädigte für alles und wir beschlossen zuerst einfach durch die Straßen zu ziehen. 3 Stunden ging es durch die belebten Straßen mit all den kleinen Straßenständen, Küchen und den an jeder Ecke stehenden, kleinen Betelnussständen. Die kleingehakten Nüsse werden mit Talk und irgendeinem Pulver in ein Bananenblatt gewickelt und das Päckchen wird gekaut. Angeblich hat das eine berauschende Wirkung. Ich hab nix davon gemerkt.

Das interessanteste war eindeutig wieder einmal das Laufen selbst, mit all den netten lächelnden Menschen die dich teilweise fragen wie es dir geht und woher du kommst. Einfach eine wirklich tolle Erfahrung. Meine Tattoos sind nach wie vor ein Magnet und fast jeder blickt mir interessiert und nicht ein Stück abweisend hinterher.

Am späten Nachmittag sind wir dann zur Shwedagon Pagode gelaufen und haben dort den Abend bis nach Sonnenuntergang verbracht. Der Anblick und die ganze Atmosphäre vor Ort sind einfach unbeschreiblich. Man muss dort gewesen sein. Die Bilder sind in meinen Augen nicht ausreichend. Zudem habe ich dort die inspirierendste Erfahrung meiner bisherigen Reise gemacht. Ein Mönch, Ende 20, hat mich auf meine Tattoos angesprochen und uns nach einem langen Gespräch durch die ganze Anlage geführt. Er erklärte uns alles über die Pagode, wir sprachen über sein Leben als Mönch und über Meditation. Zudem gab er uns heiliges Wasser aus dem „Fußabdruck des Buddha“ zu trinken. Dieser Mönch, welcher seit seinem zwölften Lebensjahr ist, strahle eine tiefe innere Ruhe und Gelassenheit aus und hatte trotzdem noch das ein oder andere Witzchen auf den Lippen. Einfach nur eine unglaubliche und unvergessliche Begehung.

Morgen geht es mit dem Nachtzug nach Mandalay. Bei der staatlichen Bahn, welche von den Engländern aufgebaut wurde, herrschen wirklich noch Zustände wie bei uns kurz nach dem Krieg. Unser Zug Ticket ist original handgeschriebenen. Auf uns wartet wohl ein weiterer unvergesslicher Trip. Denn 95 % aller Ausländer nehmen vorzüglich den etwas schnelleren und günstigeren Nachtbus.

Rangun Ritscha Fahrer

Nächster Eintrag: Mit dem Zug nach Mandalay (SOA 33)

Print Friendly, PDF & Email

2 Kommentare

  1. Pingback: Mit dem Zug nach Mandalay (SOA 33) | Love.Food.Asia.

  2. Pingback: Der erste Tag in Rangun (SOA 31) | Love.Food.Asia.

Kommentar verfassen